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Was Du brauchst ist Fuck-You-Money

Was ist Fuck-You-Money?

Ich finde die englische Umschreibung sehr treffend:

„Any amount of money necessary to maintain a desired lifestyle without needing employment or assistance from anyone.“

Sinngemäß übersetzt bedeutet es:

Ich habe soviel Geld zur Verfügung, dass ich mein Leben so leben kann wie ich es möchte, ohne Angestellter sein zu müssen oder auf die Unterstützung von Dritten (z.B. Eltern oder den Staat) angewiesen zu sein.

Ein Beispiel:

250.000 Euro Vermögen zu einem Zinssatz von 5% im Jahr verzinst bedeutet einen monatlichen Zinsertrag von 1.041,67 Euro (250.000*0,05/12). Nicht berücksichtigt sind in diesem Beispiel die zu zahlenden Steuern. Manchen harten Frugalisten* reicht das vermutlich um sich finanziell frei zu fühlen, aber das ist immer eine Frage der Perspektive. Auch jemand der sich ein Auto mit Chauffeur leisten kann, könnte sich nicht reich fühlen, denn sein Nachbar kommt und geht mit dem Hubschrauber…

Fuck-You-Money bedeutet also Freiheit. Die Gewissheit, seinem Chef jederzeit sagen zu können: „Fuck-You, ich komme morgen nicht mehr und ich habe trotzdem ein Dach über dem Kopf, kann im warmen schlafen und habe etwas zum Essen“. Es ist ungemein „befreiend“ einfach nur „frei“ zu sein.

Interessanterweise führt Fuck-You-Money bei denjenigen die Fuck-You-Money haben dazu, dass sie sich „anders“ in Ihrem Job verhalten als Angestellte die zwingend von Ihrem Arbeitseinkommen abhängig sind.

Wer zwingend nur von einem einzigen Gehalt abhängig ist wird alles dafür tun seinen Job zu behalten. Er wird zum Ja-Sager und seinem Chef niemals gefährlich. Wohlmöglich wird er zum „9to5er“ (arbeiten von 9 Uhr bis 17 Uhr) und hat bereits innerlich gekündigt, sitzt seine Zeit einfach nur ab.

Wer Fuck-You-Money hat arbeitet „freier“, lotet die Grenzen aus, experimentiert und bringt neue Ideen ein.

Gute Chefs fordern und fördern Ihre engagierten Mitarbeiter und lassen Fehler zu.

Schlechte Chefs sehen eine Gefahr, sehen den „Stuhlsäger“, und werden versuchen diese Mitarbeiter klein zu halten und sich selbst auf deren Kosten zu profilieren.

Nebeneffekt von Fuck-You-Money: Du findest leicht heraus ob Dein Chef zu den guten oder den schlechten Chefs gehört.

*Übrigens sind Frugalisten Menschen, die oft sehr gute Einkommen haben und davon oft mehr als 80% pro Monat sparen. Das gesparte Geld wird an der Börse (oft in ETFs=exchange traded funds) angelegt mit dem Ziel mit 30 oder 40 Jahren mit dem Arbeiten aufhören zu können, um nur noch vom gesparten Vermögen leben zu können. Dafür verzichten Sie in der Ansparphase auf viele Dinge – und leben nur von „Wasser und Brot“ um die Sparrate zu maximieren. Auch wenn der Frugalist das natürlich nicht so sieht…denn aus seiner Sicht verzichtet er ja nicht.

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