Lesen für Erfolg – Rich Dad Poor Dad #2

Lektion 6: Arbeite, um zu lernen, nicht für Geld

„Für meinen gelehrten Vater war ein sicherer Job das Wichtigste, für meinen reichen Vater das Lernen.“ S191

„Vor ein paar Jahren interviewte eine Journalistin Robert in Singapur. Im Laufe des Gesprächs gestand sie ihm, sie wolle ein Bestseller-Autor werden so wie er. Aber ihre Romane, die alle ganz toll fanden, brachten keine nennenswerten Erfolge. Robert schlug vor, sie solle ein Verkaufstraining besuchen. Die Reporterin war beleidigt. Sie sagte, sie habe einen Master in Englischer Literatur und begreife nicht, wie ein Verkaufstraining ihr helfen solle. Außerdem könne sie Verkäufer nicht leiden. Als Robert darauf hinwies, dass er ein >>Best-Selling<<, also ein optimal verkaufender Autor sei, und nicht ein optimal schreibender, meinte sie, sie weder niemals so tief sinken und Verkaufen lernen, und sie beendete das Interview. Überall um uns herum gibt es talentierte Menschen, die finanziell zu kämpfen haben, genau wie diese Reporterin. Oder mit den Worten eines unserer Geschäftspartner: >>Sie sind eine Fähigkeit weit weg vom vollen Erfolg.<<

Das heißt: Zu viele von uns spezialisieren sich. Wenn wir nur eine einzige weitere Fähigkeit lernen und beherrschen würden, würde unser einkommen exponentiell wachsen. Aber die einzige Fähigkeit, die die Leute kennen, ist harte Arbeit.“ (S207)

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Lektion 7: Hindernisse überwinden

„Der Hauptunterschied zwischen einem Reichen und einem Armen liegt darin, wie sie mit ihrer Angst umgehen.“ S215

Finanzielle Bildung allein ist nicht gleichbedeutend mit finanzieller Unabhängigkeit! Es gibt fünf Gründe warum auch finanziell gebildete Menschen an ihrer finanziellen Unabhängigkeit scheitern.

1.Angst
2.Zynismus
3.Faulheit
4.Schlechte Gewohnheiten
5.Arroganz

Diese fünf Kernbereiche müssen wir überwinden, damit unsere finanzielle Bildung zur Unabhängigkeit führen kann.

Angst überwinden

Niemand verliert gerne Geld. Wann immer Du einen reichen Menschen triffst, kannst Du davon ausgehen, dass er weiß wie es sich anfühlt Geld zu verlieren. Reiche Menschen verlieren ständig Geld, weil sie Risiken eingehen. Arme Menschen hingegen – Du kannst viele arme Menschen treffen die noch nie Geld bei Investitionen verloren haben, nicht einmal zehn Cent. Sie haben Angst Geld zu verlieren. Die Angst selbst ist ganz natürlich, doch der Umgang mit ihr entscheidet, ob wir eine Chance bekommen erfolgreich zu sein. Die Art und Weise wie wir mit Verlusten umgehen bestimmt wer wir sind.

Für diejenigen, die viel Zeit mitbringen kann die Angsthasen-Strategie sogar richtig gut funktionieren. Wer mit 20 anfängt zu sparen und das Geld breit gestreut anlegt, wird mit ziemlicher Sicherheit eine großartige Rente mitnehmen. Wie das geht habe ich in meinem Artikel …. beschrieben. Diejenigen, die es aber eilig haben, ist auf Nummer sicher zu gehen keine geeignete Strategie. Dabei sind Verluste eher die Regel als die Ausnahme.

„Im Verlauf meines Lebens habe ich erlebt, dass auf Niederlagen für gewöhnlich Siege folgen. Bevor ich endlich das Radfahren beherrschte, bin ich viele Male hingefallen. Ich kenne keinen Golfspieler, der noch nie einen Golfball verloren hat. Ich kenne keinen Verliebten, der noch nie Liebeskummer hatte, und ich kenne keinen Reichen, der noch nie finanzielle Verluste erlitten hat. Die meisten Menschen erzielen als deshalb keine finanziellen Gewinne, weil der Schmerz, Geld zu verlieren, weit größer ist, als ihre Freude reich zu sein.“ (S218)

„Niederlagen inspirieren Gewinner – und vernichten Verlierer.“ (S219)

Zynismus überwinden

Wir alle werden zu Zynikern, wenn Angst und Zweifel die Oberhand gewinnen. Zweifel lähmen uns. Dabei sind Zweifel etwas ganz Normales, sie treffen jeden von uns. >>Ich bin nicht klug genug.<< >>Was ist, wenn sich die Dinge nicht so entwickeln wie ich es mir erhoffe?<< >>Wie kommst Du darauf, dass gerade Du es schaffen könntest?<< Diese Stimmen können so laut werden, dass sie uns am Handeln hindern. Besonders bei Investments ist es leicht in eine Schockstarre zu geraten. Zu jeder Zeit gibt es Diskussionen über einen drohenden Crash, jeder ist der Meinung seine „Expertenmeinung“ beisteuern zu müssen ohne tatsächlich selbst zu investieren, an jeder Ecke lauern Zweifel, die sich von unserer Angst ernähren Geld zu verlieren. Jedes Mal, wenn wir auf unsere Zweifel hören, entscheiden wir uns gegen die Freiheit. Ein kluger Investor muss lernen, mit diesen Zweifeln umzugehen. Kiyosaki weist besonders darauf hin, dass gerade diejenigen die ihrem Zynismus unterliegen, besonders hartnäckig versuchen ihren Glauben – oder eher Unglauben – zu verbreiten. Für sie sind alle richtigen Investments zu risikobehaftet und zum Scheitern verurteilt. Dieses Gefühl wollen sie nach Möglichkeit weiterverbreiten, um sich selbst sicherer zu fühlen.

„Das ist, was mein reicher Vater >>Zyniker-Geplauder<< nennen würde, jemand, der nur kritisiert, aber nicht analysiert, jemand, der zulässt, dass seine Bedenken und Ängste den Geist verschließen, anstatt die Augen zu öffnen. Wenn also jemand sagt, >>Ich will keine Toiletten reparieren<<, würde ich am liebsten zurückfragen: >>Wieso denken Sie, dass ich das will?<< Im Grunde sagt der Betreffende, dass eine Toilette wichtiger sei als seine Wünsche. Ich spreche davon, wie man sich aus dem Hamsterrad befreien kann, und er denkt nur an Toiletten. Dieses Denkmuster sorgt dafür, dass die meisten Menschen arm bleiben. Sie kritisieren, anstatt zu analysieren.“ (S225f.)

Faulheit Überwinden

„Viel beschäftigte Menschen sind häufig die faulsten.“ S228

Viele Menschen verwechseln Beschäftigung mit Faulheit. Wir beschäftigen uns mit allen möglichen Dingen, einfach weil sich zu beschäftigen eine Tugend ist. Viele Menschen sind deshalb zu beschäftigt um sich um wirklich wichtige Dinge zu kümmern, wie zum Beispiel um ihr Geld, ihre Gesundheit und ihre Beziehungen. Das alles entspringt unserer Faulheit, sagt Kiyosaki. Diese Faulheit lässt sich aber bekämpfen, und zwar mit ein wenig Gier. Gier und Verlangen sind grundsätzlich Gefühle, die wir nicht haben sollten da >>gierige Menschen, schlechte Menschen sind<<. Zumindest ist es das, was die meisten von uns lernen. Und dennoch haben wir die Sehnsucht, hübsche, neue, oder aufregende Dinge zu besitzen. Gier kann uns dazu bringen, Wege zu finden wie wir die Dinge bekommen, die wir begehren. Wer ein teures Auto fahren will, muss sich fragen >>Wie kann ich es mir leisten?<< Kombiniert man diese Gier mit finanzieller Bildung führt das zum Überwinden der Faulheit, also dem Tauschen des „beschäftigt-sein“ durch „etwas-tun“. Wer zu sich selbst sagt >>Ich kann mir das nicht leisten.<< unterwirft sich seiner Faulheit. Dieses Denken blockiert die Chance, einen Weg zu finden seiner Gier nachzugehen. Der menschliche Geist ist mächtig genug, um immer einen Weg zu finden die eigenen Ziele zu erreichen, wir müssen nur auf ihn hören. Der faule Verstand darf sich dem nicht in den Weg stellen. „Aber am wichtigsten war, zu fühlen, dass die Worte >>Ich kann es mir nicht leisten<< eine Lage sind. Unser Gehirn weiß das. >>Der menschliche Geiste ist sehr, sehr mächtig<<, pflegte er (Roberts reicher Vater) zu sagen. >>Er weiß, dass er alles kann.<< Wenn man einen faulen Verstand hat, der sagt, >>Das kann ich mir nicht leisten<<, bricht i Inneren ein Krieg aus. Der Geist wird wütend, und der faule Verstand muss seine Lüge verteidigen. Der Geist schreit, >>Vorwärts, gehen wir ins Fitnessstudio und trainieren wir<<, und der faule Verstand sagt, >>Aber ich bin müde, ich habe heute wirklich schwer gearbeitet<<. Oder der menschliche Geist sagt: >>Reiche Menschen sind gierig, und außerdem ist das viel zu anstrengend. Es ist eine unsichere Sache. Es könnte sein, dass ich Geld verliere. Ich arbeitete sowieso schon hart genug. Ich habe schon in der Arbeit so viel zu tun. Schau, was ich heute Nacht noch machen muss. Mein Chef will. Dass das bis morgen fertig ist.<< Und abgesehen von all dem macht uns der Satz >>Das kann ich mir nicht leisten<< traurig. Er weckt ein Gefühl der Hilflosigkeit. Das zu Niedergeschlagenheit und oft zu Depressionen führt. Man könnte es auch >>Apathie<< nennen. Die Frage >>Wie kann ich es mir leisten?<< eröffnet uns Möglichkeiten, Anreize und weckt Träume. Es interessierte meinen reichen Vater nicht so sehr, was wir uns kaufen wollten, sondern eher dass die Frage >>Wie kann ich mir das leisten?<< unser Denkvermögen stärkt und den Geist anregt“ (S229f.)

Schlechte Gewohnheiten ändern

„Ich hätte gerne einen Körper wie Schwarzenegger.<< Die meisten Kumpels nickten zustimmend. >>Ich habe sogar gehört, dass er früher einmal klein und schmächtig gewesen sein soll<<, fügte ein Freund hinzu. >>Ja, das habe ich auch gehört<<, ergänzte ein anderer. >>Er soll fast jeden Tag im Fitnessstudio trainieren.<< >>Hm, ich wette, das muss er auch.<< >>Ach was<<, sagte der >>Spötter<< der Gruppe. >>Ich wette, der war schon immer so. Reden wir lieber von was anderem und holen uns ein Bier.<<“ (S231)

Das ist ein Beispiel dafür, wie Gewohnheiten unser Verhalten prägen. Die meisten Menschen haben auch finanziell betrachtet schlechte Gewohnheiten. Kiyosakis reicher Vater zum Beispiel sagt, dass Arme sich immer zuletzt bezahlen, Reiche hingegen bezahlen sich immer zu erst. Die Armen bezahlen sich das, was übrigbleibt nachdem sie Steuern, Kredite, Fixkosten und was sonst noch ansteht bezahlt haben. Reiche bezahlen zu erst sich selbst, und kümmern sich dann erst darum, wer noch alles Geld von ihnen bekommt. Das gehöre einfach zu den erfolgreichen Gewohnheiten dazu. Genauso wie es den Geist einengt, sich vorzusagen, dass man sich etwas nicht leisten kann, so setzt auch der Zeitpunkt des sich-bezahlens ein Signal.

„Wenn ich mich zuerst bezahle, werde ich finanziell gesehen stärker, sowohl geistig als auch wirtschaftlich.“ (S233)

Bodo Schäfer hat diesen Grundsatz auch so in seinen Gesetzen der Gewinner einfließen lassen. Sich selbst zu bezahlen ist ein Teil der Entwicklung von arm zu reich.

Arroganz ändern

„Arroganz ist Einbildung plus Unwissenheit.“ (S233)

„Mit dem, was ich weiß, verdiene ich Geld. Alles, was ich nicht weiß, kostet mich Geld. Jedes Mal, wenn ich überheblich war, habe ich Geld verloren. Denn wenn ich arrogant bin, halte ich das, was ich nicht weiß, allen Ernstes für unwichtig.“ (S233)

Menschen verstecken oft ihre Unwissenheit hinter Arroganz – zumindest versuchen sie es. Vor allem diejenigen, die besonders wenig wissen oder haben, versuchen mit Arroganz eine gute Figur zu machen, sich damit zu brüsten. Sie haben oft keine Ahnung wovon sie sprechen. Wenn ich reich werden will, muss ich jedes Mal, wenn ich das Gefühl habe bei einer Sache zu wenig zu wissen, anfangen zu lernen und Fragen zu stellen, anstatt mein Ego seinen Schutzwall errichten zu lassen und mein Wachstum zu blockieren – besonders, wenn es um Finanzen geht.

Lektion 8: Die ersten Schritte

„Gold gibt es überall. Die meisten Menschen haben nur nicht gelernt, es zu sehen.“ S245

Gute Geschäfte zu finden sei im Grunde genommen ganz leicht, so ähnlich wie Fahrrad fahren. Am Anfang ist man noch ein wenig wackelig, doch mit ein bisschen Übung wird es kinderleicht. Wenn es ums Geld geht, ist es aber eine besonders persönliche Angelegenheit, die viel Entschlossenheit erfordert. In jedem Menschen stecke ein finanzielles Genie – dieses müssen wir erwecken! Geld ist NICHT die Ursache allen Übels. Wenn wir lernen wie Geld arbeitet, lassen wir auch das Übel des Geldes verschwinden. Wir müssen unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen. Gute Deals, die uns reich machen können gibt es überall, die meisten übersehen sie nur. Wir müssen lernen diese Chancen wahrzunehmen und zu nutzen.

Wie fange ich an?

Das Motiv – stärker als die Wirklichkeit

Es gibt wohl kaum einen Menschen, der finanzielle Freiheit ablehnen würde, doch sobald die Wirklichkeit einsetzt haben die meisten die Hosen voll. Ohne ein klares Ziel, das uns Tag ein Tag aus motivieren kann, werden wir die „wackelige Phase“ nicht überstehen.

„Ein Motiv oder ein Zweck ist eine Kombination von Wünschen und Abneigungen. Wenn ich gefragt werde, warum ich reich sein möchte, ist die Antwort eine Mischung aus emotional tief verwurzelten Wünschen und Abneigungen. Ich möchte einige meiner Beweggründe nennen. Zunächst verrate ich Ihnen die Abneigungen, denn sie bringen die Wünsche hervor. Ich will nicht mein ganzes Leben lang arbeiten. Ich will nicht das, was meine Eltern für mich wollten, nämlich einen sicheren Arbeitsplatz und ein Häuschen am Stadtrand. Ich möchte kein Angestellter sein. Ich habe es gehasst, dass mein Vater all meine Footballspiele verpasste, weil er so sehr mit seiner Karriere beschäftigt war. Ich hasste es, dass mein Vater sein ganzes Leben hart arbeitete und der Staat den Großteil dessen, wofür er gearbeitet hatte, nach seinem Tod an sich riss. Als er starb, konnte er das, wofür er so hart gearbeitet hatte, nicht weitergeben. Bei den Reichen ist das anders. Sie arbeiten hart und geben das Erarbeitete an ihre Kinder weiter.

Nun verrate ich Ihnen, was ich will: Ich möchte frei sein, um die Welt zu bereisen und so leben können, wie ich es mag. Ich will das tun, so lange ich jung bin. Ich möchte einfach unabhängig sein. Ich will die Kontrolle über meine Zeit und über mein Leben haben. Ich will, dass mein Geld für mich arbeitet. Das sind meine tief verwurzelten emotionalen Motive. Wie lauten Ihre?“ (S247)

Wir brauchen eine Vorstellung, die so klar ist, dass wir sie sofort abrufen können. Motive, die so stark sind und so tief aus unserem Inneren kommen, dass sie uns die Kraft geben, die wir brauchen. Reich werden ist nicht leicht, ohne emotionale Motive unmöglich.

Entscheide Dich

Genau wie Bodo Schäfer in die Gesetze der Gewinner sagt auch Kiyosaki: Entscheide Dich! Jeden Tag entscheiden wir uns, wie unser Leben aussehen soll. Jeden Tag kommen wir in Situationen, in denen wir uns entscheiden müssen. Viele sind blind für all die Situationen in denen tatsächlich wichtige Entscheidungen getroffen werden, sie verschwinden im Alltag. Reiche Menschen wissen, dass wirklich JEDE Entscheidung zählt und die Fähigkeit eine Entscheidung zielkongruent zu treffen die Grundlage für langfristigen Erfolg ist. Jeder Euro, der in unsere Hände fließt ist eine neue Möglichkeit zu entscheiden, ob wir in Zukunft reich oder arm sein möchten. Wie diesen Euro behandeln verrät, wer wir sind. Nicht reich zu werden ist eine Entscheidung. Was fange ich mit meiner Zeit, meinem Geld und meiner Bildung an? Fernsehen? Golf spielen? Vielleicht einen Töpferkurs? Oder lerne ich etwas über Finanzplanung…

Freunde und die Macht der Assoziation

Begegnungen darf man sich ruhig nach Finanzstatus aussuchen. Von den Reichen lernen wir. Niemand ist ein besserer Lehrer als jemand, der es schon geschafft hat. Freunde können wir in allen finanziellen Bildungsgraden haben, das ist gar kein Problem. Es wäre falsch sich seine Freunde nach dem Geld zu suchen.

WARNUNG
„Hören Sie nicht auf arme oder verängstigte Menschen! Ich habe solche Freunde und ich habe sie auch sehr gern, aber sie sind genau wie >>Hühnchen-Junior<<. Wenn es ums Geld geht, besonders um Investitionen, stürzt stets der Himmel ein. Diese Menschen können Ihnen immer erklären, warum etwas nicht funktioniert. Das Problem ist, dass viel zu viele Menschen tatsächlich auf sie hören. Aber Menschen, die diese pessimistischen Informationen unbesehen akzeptieren, sind selbst wie >>Hühnchen-Junior<<. Wie das alte Sprichwort schon sagt: >>Gleich und gleich gesellt sich gern.<<“ (S251)

Ehrlich zu sich selbst zu sein ist nach Kiyosaki eine der größten Hürden auf dem Weg in die finanzielle Freiheit. Wir neigen dazu mit der Welle zu gehen, das zu tun, was alle anderen tun. Ein kühner Investor weiß, dass wenn erstmal die breite Masse auf eine Welle aufgesprungen ist, die Investition schon nicht mehr lohnenswert ist. Er sucht die nächste Welle, und dass immer und immer wieder. Je mehr Erfahrung wir als Investoren sammeln und je erfolgreicher wir sind, desto mehr werden unsere Geschäfte zu Insider-Geschäften. Durch unser Netzwerk von Experten, klugen Köpfen, die meist noch viel dichter am geschehen sind als wir es je sein könnten, erhalten wir Informationen über den Markt, die dem Anfänger erst zugetragen werden, wenn sie schon völlig entschärft und nicht mehr für große Renditen geeignet sind. Je besser wir dabei im Hinhören sind, desto größer ist auch die Chance „richtige“ Gewinne zu machen, die uns deutlich reicher machen. Das ist finanzielle Intelligenz.

Ein Rezept beherrschen und schnell neue lernen.

Wer Geld verdienen möchte braucht ein Rezept. „Du wirst, was du lernst.“(S253) sagt Kiyosaki. Wir müssen uns genau überlegen womit wir uns beschäftigen, denn genau zu dem werden wir. Wenn wir danach streben gut zu kochen, lernen wir zu kochen. Wir werden zum Koch. Wenn wir kein Koch werden wollen, müssen wir dementsprechend auch etwas anderes lernen. Wer Lehrer werden möchte, geht nicht zur Kochausbildung usf. Wenn es ums Geld geht, scheint es im Allgemeinen nur ein Rezept zu geben, nämlich zu nehmen was man bekommt und zu denken, man könne daran nichts ändern. Das Rezept besteht nur aus aufstehen, arbeiten, Steuern und Rechnungen zahlen, in offene (vermeintlich sichere) Investmentfonds investieren und dann wieder schlafen gehen. Wenn wir aus diesem Trott herausmöchten, müssen wir eine neue Ausbildung anfangen. Wir müssen neue Rezepte lernen, Rezepte, die uns zu mehr Geld führen. Einige lernen ein neues Rezept, wenden es an und dann wars das. Wenn es funktioniert bleiben sie dabei und wenn es nicht funktioniert verfluchen sie es und hören auf. Dabei ist jedes Rezept zeitlich begrenzt und wer langfristig erfolgreich sein möchte, muss ständig neue Rezepte lernen und diese anwenden.

Sich selbst zuerst bezahlen

Wer keine Selbstbeherrschung hat, solle erst gar nicht versuchen reich zu werden – klappt nämlich nicht. Wenn Geld auf mangelnde Selbstdisziplin trifft gibt es das klassische Lottogewinner-Phänomen – endet sowieso in einer Pleite. Mangelnde Selbstdisziplin ist auch schuld daran, dass sich Menschen nach einer Gehaltserhöhung gleich mal eine Kreuzfahrt, ein neues Auto oder ein neues Haus gönnen. Dieser Schritt ist wohl unter allen der schwerste, deshalb auch der wichtigste. Die Welt schubst uns und wir müssen lernen standzuhalten. Das geht nur mit Disziplin. Für Kiyosaki ist eines der wichtigsten Indizien für Selbstdisziplin und damit auch für Selbstachtung das sogenannte sich-selbst-bezahlen. Wer sich selbst zuerst bezahlt, hat verstanden das er selbst die Zügel seines Lebens und damit auch seiner Finanzen in der Hand hat. Zuerst bezahle ich mich selbst, danach zahle ich Rechnungen, Schulden und was sonst noch ansteht. Wir sollen, um diesen Schritt wirklich zu verstehen die Bücher „Der reichste Mann von Babylon“ und „Bezahle zuerst dich selbst“ lesen. Nur dann können wir wirklich Fortschritte auf dem Weg zu unserer finanziellen Freiheit machen.

Bezahlen Sie Ihre Makler gut – die Macht des Guten Rates

In der Gegend, in der ich (Julius) wohne, wird gerade ein Haus verkauft. „Privatverkauf“ steht auf dem Schild vor dem Haus. Eigentlich eine kluge Idee, denn das spart Maklergebühren, die ja sonst vom Verkäufer aufgewendet werden müssen. Bei einem Haus kann das ganz schön viel sein. Dahinter steckt aber ein Denkfehler, sagt Kiyosaki. Hier wird nämlich der Fachmann (Makler) als eine Ausgabe betrachtet, die man einsparen kann. Die Aufgabe von Fachleuten ist aber uns mehr Geld zu bringen, und das tun sie auch! Je mehr Geld sie für ihre Leistung verlangen (können), desto mehr Geld verdienen wir auch mit ihnen. Der reiche Vater von Kiyosaki hatte immer top Anwälte, Steuerberater, Immobilien- und Börsenmakler, ganz einfach, weil diese Fachleute uns zu mehr Geld führen können. Ein guter Makler nimmt sich die Zeit, um uns etwas beizubringen. Von seinem Fachwissen werden wir profitieren. Ein guter Makler spart uns Zeit. Ein Makler ist Auge und Ohr am Markt. Er verbringt seine Tage damit uns mehr Geld einzubringen, weil es dann mitverdient. Wir gewinnen also beide. Sowohl Kiyosaki als auch Bodo Schäfer betonen immer wieder wie wichtig es ist, sich so schnell wie möglich gute Berater (die wir bezahlen) und Mentoren (die uns als ihre Schüler sehen) suchen. So beschleunigen wir uns Wachstum und können auch schneller zu Experten werden, sodass wir ebenfalls wertvolles Wissen weitergeben können.

Das allerwichtigste bei einem Makler ist, den Unterschied zwischen einem reinen Verkäufer oder einen Geschäftsmann handelt. Ein reiner Verkäufer hat den Job „Immobilienmakler“, er übt einen Beruf aus und lebt von seinem Gehalt. Er hat keine eigenen Immobilien. Ein Makler, der auch Immobilien als sein Geschäft hat ist für uns deutlich wertvoller. Er besitzt und handelt selbst mit Immobilien. Das ist sein Geschäft. Sein Job ist auch Immobilienmakler zu sein, doch sein Geschäft sind Immobilien. Es ist viel wichtiger das wir jemanden finden, der unser Ziel schon als sein erfolgreiches Geschäft führt und nicht jemanden, dessen Job-Bezeichnung zu unserem Ziel passt.

Die Macht etwas umsonst zu bekommen.

„Als die ersten weißen Siedler nach Amerika kamen, waren sie von einem kulturellen Brauch einiger Indianer überrascht. Wenn zum Beispiel einem Siedler kalt war, gaben ihm die Indianer eine Wolldecke. Der Siedler hielt die Decke irrtümlich für ein Geschenk und fühlte sich oft gekränkt, wenn der Indianer sie zurückverlangte. Auch die Indianer waren aufgebracht, als ihnen klar wurde, dass die Siedler die Decken nicht zurückgeben wollten. Daher kommt der Ausdruck >>indianischer Geber<< für jemanden, der ein Geschenk zurückverlangt. […]

Die Frage eines erfahrenen Investors lautet: >>Wie schnell bekomme ich meine Investition wieder heraus?<< (S262)

Wir sollen mit unserem Wissen und unseren Beratern dafür sorgen, unseren ROI (Return on Investment) so hoch wie möglich anzusetzen. Dafür müssen wir Risiken eingehen. Kiyosaki beschriebt außerdem, das er darauf achtet, dass alle seine Investitionen ihm noch einen zusätzlichen Vorteil bieten, etwas, das er gratis dazu bekommt. Was genau er damit meint habe ich nicht verstanden, auch nicht wie die gratis Geschenke in die Investition kommen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich mich noch auf den untersten Stufen des Investierens (aus CASHFLOW-Quadrant) befinde.

Vermögenswerte kaufen Luxusartikel

„Wenn man 100 Menschen am Jahresbeginn jeweils 10.000 Dollar gäbe, hätte man meiner Meinung nach am Jahresende folgendes Ergebnis:

  • 80 von ihnen hätten keinen Cent mehr. Viele davon hätten sich sogar noch tiefer in Schulden gestürzt, indem sie das Geld als Anzahlung für ein neues Auto, einen Kühlschrank, einen Fernseher oder Urlaubsreisen hergenommen hätten.
  • 16 von ihnen hätten die 10.000 Dollar um fünf bis zehn Prozent vermehrt
  • Vier von ihnen hätten 20.000 Dollar oder gar Millionen darauf gemacht

Wir gehen zur Schule, um einen Beruf zu erlernen, damit wir für Geld arbeiten können. Ich bin der Ansicht, dass es ebenso wichtig ist zu lernen, Geld zu haben, das für einen arbeitet.“(S266)

Jeder liebt Luxus – arm sowie reich. Der Unterschied zwischen den Reichen und den Armen ist, dass die Reichen ihren Luxus durch ihre Vermögenswerte finanzieren und die Armen sich verschulden. Es ist kein Problem die neueste Luxuslimousine von Mercedes fahren zu wollen, wenn die Zinsen der eigenen Investitionen die Kosten decken kann man sich das locker gönnen. Arme fangen an ihr Vermögen dafür zu plündern, eine Anzahlung zu leisten und den Rest abzubezahlen. Die Anzahlung haben sie aber aus ihrem Kapital entwendet, das ihnen eigentlich eines Tages hätte ermöglichen können, den Mercedes ganz nebenbei zu kaufen. Ein Reicher würde niemals sein Vermögen, das für ihn arbeitet anfassen um Luxus zu kaufen. Er findet einfach einen Weg, wie die Investitionen ganz nebenbei den Luxus finanzieren. So wird er reicher und hat seinen Luxus!

Die Macht des Mythos – wir brauchen Helden!

Was macht ein Kind, wenn es einen Helden hat? Es versucht ihn nachzumachen! Beim Fußball spielen steht nicht der kleine 9-jährige Martin auf dem Spielfeld, sondern Christiano Ronaldo, der größte Spieler überhaupt. Die Kinder schlüpfen in die Rollen ihrer Helden und eifern ihnen nach. Erwachsene – vor allem arme Erwachsene – verlernen diese Fähigkeit. Jemanden Nachzuahmen bietet so viele Möglichkeiten zu lernen. Helden geben uns Kraft, sie motivieren uns und sie zeigen uns, dass wir alles schaffen können. „Ich habe auch Helden wie […] Warren Buffet, Peter Lynch, George Soros und Jim Rogers. Ich kenne deren Daten genauso gut wie früher die meiner (Fussball-)Helden. Ich beobachte, worin Warren Buffet investiert, und lese alles, was ich über seine Marktphilosophie finden kann. Ich lese Peter Lynchs Buch, um zu verstehen, wie er Aktien auswählt. Und ich informiere mich über Donald Trump und versuche herauszufinden, wie er verhandelt und Geschäfte miteinander verbindet. […] Wenn ich einen Trend analysiere, sehe ich ihn, wie es Peter Lynch wohl tun würde. Mithilfe unserer Helden können wir eine unglaubliche Quelle gewaltigen Know-hows anzapfen. Aber Helden dienen nicht nur der Inspiration. Helden lassen die Dinge einfach aussehen. Und dadurch wollen wir genauso sein wie sie. >>Wenn die das können, kann ich es auch.<< Was das Investieren angeht, tun viele Menschen so, als sei es sehr schwierig. Suchen Sie sich Helden, die es einfach aussehen lassen.“ (S267f.)

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Wer lehrt, wird lernen

„Wenn es um Geld, Liebe, Glück, Umsatz und Kontakte geht, müssen wir uns lediglich daran erinnern, dass wir erst geben müssen, was wir erhalten möchten. Häufig genügt es schon, wenn ich darüber nachdenke, was ich will und wie ich es anderen geben kann, um eine Lawine des Überflusses loszutreten.“ (S269)

Wer etwas möchte, muss es zuerst geben. Wer knapp bei Kasse ist, spendet nicht. Schließlich ist diesen Monat, letzten Monat, dieses Jahr nichts übrig geblieben. Menschen, denen das Geld fehlt, klammern. Wie wir vorhin gelernt haben sind das dieselben Menschen die niemals Geld verlieren. Auch hier müssen wir uns von unserem falschen Gefühl trennen, Geld festzuhalten um es ja nicht zu verlieren. Geld muss sich bewegen, wir müssen uns bewegen. Um wirklich reich zu werden, müssen wir viele Menschen „berühren“. Fange an zu lehren und du wirst anfangen zu lernen. Teilen wir unser Wissen wird es wachsen. Teilen wir unsere Kontakte vermehren sie sich. Lassen wir unsere übermäßige Angst vor dem Verlust los und gewinnen wir wie nie zuvor!

-Ende-

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 Rich Dad Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen

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