Meditation für Anfänger – Leistung steigern durch einfache Meditation



Meditation als leistungssteigerndes Tool

Wer sich vorgenommen hat, ein Leben in finanzieller Sicherheit zu führen und die Karriereleiter hochzuklettern, muss erst einmal entsprechende Leistungen erbringen. Er sollte sich einen gut dotierten Job in einem interessanten Berufsfeld suchen, in dem er seine Fähigkeiten und Kenntnisse einbringen kann.

Doch finanzielle Sicherheit bedeutet oft, dass der Betreffende besser sein muss als andere. Wer das erreichen will, sollte motivierter und konzentrierter sein als andere. Er sollte sich mehr abverlangen können und Fehlschläge positiv verarbeiten können, um ans gesteckte Ziel zu kommen. Es ist kein Zufall, dass immer mehr Manager sich zur Meditation entschließen. Manche möchten eine Weile in einem buddhistischen Kloster leben. Andere schließen sich als Privatmenschen dem Zen-Buddhismus an. Es geht dabei zwar auch um Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung, nicht jedoch um religiöse Askese, spirituelle Erlebnisse und die Erleuchtung.

Vielmehr hat die bewusste Hinwendung zur Meditation bei diesen Menschen mit dem Streben nach besserer Konzentrationsfähigkeit, höherer Motivation, mehr Aufmerksamkeit und klareren Gedanken zu tun. Es ist mittlerweile nachgewiesen, dass bereits vier Tage Meditationstraining eine nachhaltige Wirkung auf die kognitiven Fähigkeiten haben. Wer täglich für zehn bis zwanzig Minuten meditiert, profitiert auf vielen Ebenen – aber vor allem auf der beruflichen.

Wie funktioniert Meditation? Eine kurze Anleitung.

Das Sitzen auf einem Meditationskissen definiert die korrekte Haltung. Der Oberkörper ist aufgerichtet und durch die übereinander geschlagenen Beine stabil. Den Lotossitz muss ein Meditierender, der sich berufliche Vorteile erarbeiten möchte, nicht unbedingt schaffen. Es genügt auch der Schneidersitz. Alternativ dient ein Meditationshocker. Die liegende Haltung ist zwar ebenfalls möglich, sie fördert aber das Einschlafen. Die Hände werden unterhalb des Bauchnabels wie eine Halbschale ineinander gelegt, Handflächen nach oben. Die beiden Daumen werden dabei zusammengeführt und berühren sich leicht.

Die erste und einfachste Meditationsübung ist, sich zunächst auf den Körper zu konzentrieren und dann auf den Atem. Der sogenannte „Körperscan“ stellt sicher, dass der Sitzende so entspannt wie möglich ist. Spürt er Spannung irgendwo, lässt er diese bewusst los. Nach dem dreiminütigen Körperscan wird die Haltung nicht mehr verändert. Jetzt wendet sich die ungeteilte Aufmerksamkeit dem Atem zu. Der Atem kann an den Nasenflügeln beobachtet werden oder in der Bauchregion, wo die Hände leicht aufliegen. Der Atem wird beim Meditieren nicht bewusst geführt, sondern strömt ganz natürlich ein und aus. Beim Einatmen denkt der Meditierende „eins“, beim Ausatmen „zwei“, bis zehn erreicht ist. Dann beginnt das Zählen wieder vor vorne. Alternativ kann „ein“ und „aus“ gedacht werden.

Das klingt simpel – doch es ist alles andere als leicht. Das Gehirn sendet endlose Störfeuer von sinnlosen, nicht zusammenhängenden Gedanken in die Atemübung. Es verhält sich wie ein Radiosender, der ständig auf Sendung ist. Der Geist plappert unaufhörlich vor sich hin. Im Alltag bemerken wir das nicht. Doch wir folgen erschreckend vielen Impulsen, die durch unsere Gedankenströme an unser Bewusstsein dringen.

Worum geht es bei der Meditation?

Bei der Meditation geht es um konzentrierte Wahrnehmung und ums Loslassen. Kaum streift ein Gedanke das stille Atmen, nehmen wir ihn wahr. Wir lassen ihn vorbeiziehen. Unsere Gedanken haften nicht an. Wir kehren stattdessen zum unterbrochen Zählen unserer Atemzüge zurück. Im Buddhismus werden die unablässig strömenden Gedanken wie Wolken am Himmel beschrieben, die vorbeiziehen, während man sie betrachtet. Niemand würde auf die Idee kommen, sich gedanklich an Wolken anzuheften und einen Handlungsimpuls daraus zu machen.

Wer mit der Atemmeditation beginnt, wird schnell feststellen, dass er unkonzentriert ist. Viele unterschätzen diese Übung. Es erfordert ungeteilte Konzentration, bewusst beim Atem zu bleiben und nicht einem der vielen Gedanken zu folgen, die gerade vorbeiziehen. Selbst Menschen, die schon jahrelang meditieren, fallen gelegentlich irgendwelchen Gedankenschleifen anheim. Sie entwickeln daraus abstruse Geschichten, bevor sie merken, was sie tun und zum konzentrierten Atmen zurückkehren.

Die Beobachtung des Atems macht deutlich, wie wir Menschen funktionieren. Sie lässt uns erleben, dass wir ständig von Gedankenströmen bombardiert werden, die unseren Geist ködern und in eine Geschichte hineinziehen, ohne dass es uns bewusst wird. Es kommt beim Atmen beispielweise eine schöne Erinnerung auf. Wir sind erfreut. Die Konzentration ist plötzlich nicht mehr beim Atem, sondern folgt dieser Erinnerung. Minuten später erinnern wir uns, dass wir eigentlich den Atem beobachten wollten. Wir zählen konzentriert ein paar Atemzüge. Dann kommt Hunger auf. Wir haben Visionen von Brathähnchen oder Kuchenstücken. Dann merken wir, was wir tun und konzentrieren uns erneut auf den Atem.

Beim Meditieren geht es um Eins-Gerichtetheit. Das bedeutet: der Meditierende tut monatelang nichts als konzentriert den Atem zu beobachten. Zunächst bleibt das graue Theorie. Denn in der Praxis sind Meditations-Neulinge abgelenkt und zerstreut. Sie müssen immer wieder bewusst zu dem zurückkehren, was eigentlich ihr Ziel ist: das Atmen. Beim Atmen werden Meditierende sich plötzlich der Geräuschkulisse bewusst, die sie umgibt. Sie spüren Stellen an ihrem Körper, die schmerzen, jucken oder kitzeln. Sie lassen sich alle paar Minuten ablenken. Keine Rede von eingerichteter Konzentration. Es gilt, zu erkennen, dass Konzentration etwas subjektives sein kann. Wir sind Getriebene unserer eigenen Gedankenwelt.

Mit zunehmendem Üben – am besten täglich zwanzig Minuten – ändert sich jedoch etwas. Der Gedankenstrom fließt weiter, aber der Meditierende folgt nicht mehr jedem Gedankenfetzen. Er nimmt ihn wahr und lässt ihn ziehen. Er lässt den Schmerz im Knie los, das Jucken an der Nase und das Tropfen aus dem Wasserhahn im Bad. Er atmet. Manchmal fühlt jemand sich, als sei er der Atem. Als sei er die Stille. Sekundenlang ist da nichts als Stille. Das Bewusstsein für Raum und Zeit löst sich auf. Grenzen verwischen. Nach der Meditation fühlen viele Meditierende sich geistig erfrischt, konzentriert und leistungsfähig.

Mit zunehmender Übung, die niemals Routine werden darf, sondern immer aufmerksame und konzentrierte Wachheit erfordert, spüren Meditierende auch beruflich einen Sprung nach vorne. Das bedingt aber tägliche Übung – bei jedem Wetter, in jeder Laune und zu festen Terminen. Manche nennen es „ein Date mit Buddha“. Andere genießen einfach, dass sie ein Date mit sich selbst haben. Sie gönnen sich diese Insel der Gelassenheit und Ruhe um ihrer selbst willen.

Wie wirkt sich regelmäßiges Meditieren auf die Psyche aus?

Tägliches Üben vermittelt überraschend schnell Ergebnisse. Mit einfacher Atemmeditation kann die Konzentration verbessert, die Vitalität gesteigert und die Motivation erhöht werden. Notorische Pessimisten werden zwar keine Optimisten, aber die Grundhaltung ist gelassener.

Ein Team von amerikanischen Forschern um Fadel Zeidan unternahm an der „Wake Forest University School of Medicine“ Studien zum Thema. Das Ergebnis überraschte nicht, da es dem anderer Studien gleicht. Durch tägliches Meditieren – und sei es nur zehn Minuten lang – wird die Fähigkeit zu Konzentration und Aufmerksamkeit geschult. Das ist nicht nur ein gefühltes Ergebnis, sondern anhand der Hirnströme messbar.

Im religiösen Kontext und insbesondere in der Zen-Meditation sind intensivere und längere Meditationssitzungen üblich. Hier geht es aber auch um andere Ziele. Doch die Meditation taugt zu sehr viel mehr als nur dazu, zur Erleuchtung oder zum Satori zu führen. Sie ist ein effektives Tool, das Berufstätige für sich nutzen können. Wie die eben erwähnten Wissenschaftler herausfanden, ist die ideale Meditationsdauer, um kognitive Prozesse und Konzentrationsfähigkeit zu fördern, zwanzig Minuten.

Ein meditatives Kurzprogramm steigert die Leistungsfähigkeit und die geistig-seelische Belastbarkeit. Es fördert kognitive Fähigkeiten und die Gabe, mit eins-gerichteter bzw. fokussierter Konzentration eine Aufgabe anzugehen. Die Wissenschaftler der „Wake Forest University School of Medicine“ beobachteten, dass die meditierende Kontrollgruppe weniger unter Müdigkeit, Erschöpfung, Stress oder Angstgefühlen litt. Meditierende Probanden hatten ein besseres Arbeitsgedächtnis und eine bessere räumlich-visuelle Wahrnehmung. Doch die deutlichste Verbesserung lag im Zugewinn an kognitiven Fähigkeiten, die unter Stress und Zeitdruck entfaltet werden mussten.

Das sind Bedingungen, die jeder Berufstätige in Managementberufen und anderen anspruchsvollen Berufsfeldern ständig antrifft. Hier sind zwar Karrierechancen und finanzielle Sicherheit geboten, aber Karrierestrebende bewegen sich auch auf dünnem Eis. Es verlangt schon jede Menge Stressresilienz, echtes Hinhören, ungeteilte Aufmerksamkeit, ständig erneuerte Motivation – vor allem nach Fehlschlägen – und trainierte geistige Fähigkeiten, um in einem solchen Umfeld auf Dauer bestehen zu können.

Wie fange ich mit dem Meditieren an?

Am Anfang aller Dinge, die jemand erreichen will, steht der Entschluss. Jeder weiß, was mit noch so guten Vorsätzen passiert: Die meisten werden vergessen. Andere hält mancher immerhin kurze Zeit durch. Der Entschluss alleine genügt also nicht. Was fehlt, ist oft die Motivation, den Entschluss auch umzusetzen. Der Terminplan ist eng getaktet, Ablenkungen und Unterbrechungen lauern an jeder Ecke. Daraus stricken diejenigen, die einen Entschluss zum täglichen Meditieren gefasst hatten, Ausreden. Diese halten sie von der Umsetzung ihres Entschlusses ab. Etwas oder jemand ist schuld, dass es nicht geklappt hat.

An diesem Geschehen sehen wir, wie unser Geist funktioniert. Viele halten den Termin mit einem Geschäftspartner für wichtiger als den mit sich selbst. Die Frage ist aber: Wer oder was definiert, was jemand tut oder unterlässt? Sind es die Ablenkungen und Störfaktoren des Lebens – oder ist der Meditationsschüler größer als das?

Die Verabredung mit sich selbst zum Meditieren einzuhalten, verlangt Disziplin, starken Willen, eine hohe Motivation und Durchhaltevermögen. Das sind exakt die Eigenschaften, die jeder karrierebewusste Mensch, dem es um finanzielle Sicherheit und Karrierechancen geht, entwickeln muss. Auch persönliche Eigenschaften wie Stressresistenz, Hinhören-können oder die Ausstrahlung von Konzentriertheit und Ruhe bzw. Gelassenheit sind wichtige Faktoren auf dem Weg nach oben.

 

 

Hast Du Meditation schon einmal ausprobiert?

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